Club Real Projektdokumentation 2000-2017
Club Real Vita und Projektliste 2000 - 2017

Die Künstler*innengruppe Club Real verwirklicht seit 2000 partizipative, ortsspezifische Projekte: Installationen, Eins-zu-Eins-Begegnungen, politische Rollenspiele und partizipative Stadtentwicklungsprojekte laden die Besucher*innen dazu ein, alternative Realitätsentwürfe mitzugestalten. Club Real hat die performative Installation „Der Berg“ (Berlin 2005) als plakative Aneignung und Öffnung des ehemaligen Berliner “Palast der Republik” initiiert und im Team umgesetzt. Ebenfalls im „Palast der Republik“ erfand das Performance-Kollektiv 2004 die kulturelle Praxis “Das Ahnenamt” und konnte seither über 500 Ahnenadoptionen verzeichnen. In Wien baute Club Real 2010 ein Museum der islamisch-österreichischen Beziehungen an der Wiener Ringstraße (“Geliebter Feind”); in Plovdiv in Bulgarien machten sie ebenfalls 2010 die Investmentruine eines Einkaufszentrums zum Schauplatz eines Horrorromans. In Frankfurt/Oder und Słubice entwickelte Club Real im Projekt „Folkstheater/Teatr Ludowy“ 2015 bis 2017 Praktiken zur kollektiven Kunstproduktion, und gab darüber 2018 im Verlag Theater der Zeit ein Buch heraus: “Partizipation Stadt Theater”.

Aktuell arbeitet Club Real in Wien und ab 2019 auch in Berlin an dem Projekt “Jenseits der Natur – Volksherrschaft im Garten” – einem demokratiepolitischen Feldversuch einer speziesdiversen Regierungsform und wird bei der Bienale 2019 in Havanna zusammen mit dem arte contextual Zentrum LASA das Projekt „LASA 10 Carnival“ verwirklichen.

Partizipation Stadt Theater

Ständige Mitglieder sind Marianne Ramsay-Sonneck, Paz Ponce, Georg Reinhardt, Mathias Lenz und Thomas Hauck. Zu den assoziierten Mitgliedern gehören Silke Lange, Tuire Tuomisto, Sebastian Mauksch und Christoph Theußl.

Ehrenmitglieder sind Monika Hartz und Johann Müller.

Die Gruppe versammelt Expertinnen aus den Bereichen Performance, Darstellende Kunst, Architektur, Musik und bildende Kunst. In die vorwiegend partizipatorisch und ortsspezifisch ausgerichteten Projekte werden immer auch lokale Akteur*innen und andere Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturarbeiter*innen eingebunden. Eine mehrjährige Kooperation verbindet Club Real mit der finnischen Gruppe Todellisuuden Tutkimuskeskus und mit dem kubanischen arte contextual Zentrum LASA in Havanna.

Swantje Karich (Kunstmagazin Blau) über Club Real:
„Die künstlerischen Werkzeuge für ihre partizipatorischen Installationen sind die Zeichnungen, das Theater, die Architektur, die Sprache, die Schrift und ganz besonders wichtig der Ort und die Menschen, die dort leben. Sie kapern ihre Bühnen nicht, überlagern nicht die Strukturen, sondern fügen sich ein, um umso deutlicher die Bewohner herauszufordern."